Vorgestern wurde der neue Ferrari Amalfi exklusiv bei dem Düsseldorfer Ferrari-Händler LUEG Sportivo vorgestellt! Wieder einmal eine sehr gelungene Veranstaltung. Der Ferrari Amalfi ist jedoch eigentlich kein komplett neues Modell, sondern – wie so oft – ein Facelift vom Ferrari Roma, bei dem die Italiener aus Maranello auf die Kritik am Vorgänger reagiert haben.
Was ist erwähnenswert?
Kühlergrill: Der Kühlergrill ist jetzt markant integriert und hat nicht mehr das „Kellerfenster“-Design, das viele Kunden extrem kritisierten. Stattdessen wirkt er jetzt deutlich dynamischer und kraftvoller. Ein Schritt in die richtige Richtung!
Heck: Das Heck wurde ebenfalls dominanter gestaltet, was dem Auto eine noch aggressivere und sportlichere Präsenz verleiht. Besonders aus der Rückansicht sticht die neue Formgebung ins Auge.
Innenraum: Der Innenraum wurde stark überarbeitet. Die unsägliche massive Trennwand zwischen Fahrer und Beifahrer ist weggefallen. Fühlbare Tasten am Lenkrad sorgen für ein intuitiveres und präziseres Fahrerlebnis. Leider merkt man jedoch auch, dass die Materialanmutung in einigen Bereichen noch immer etwas „plastiklastig“ wirkt – besonders im Vergleich zu anderen Luxusmarken, die hier einen klaren Schritt voraus sind.
Bremsensystem: Ein Highlight ist das neue Brake-by-Wire-Bremssystem mit dem ABS Evo-Controller, der die Bremskraft an den Hinterrädern präzise dosiert und für eine noch präzisere Verzögerung sorgt.
Was bleibt kritisch?
Leistungssteigerung: Leider gibt es keine wesentliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Roma. Auch wenn der Ferrari Amalfi definitiv eine sportliche Präsenz hat, wurde der Motor nur leicht überarbeitet: Turbolader, Drucksensoren, eine neue Steuerungseinheit, leichtere Nockenwellen – das war’s weitgehend. Zusätzlich 20 PS halten wir nicht für zeitgemäß.
Kofferraum: Ein weiterer Kritikpunkt bleibt der Kofferraum, der für einen GT einfach zu klein ist. Wer auf Reisen gehen möchte, merkt schnell, dass der Platz nicht wirklich ausreicht. In den Portofino und die California passte noch der große RIMOWA-Koffer bequem hinein, hier – wie auch schon beim Roma – leider nicht mehr.
Fazit
Der Ferrari Amalfi stellt einen gelungenen Facelift des Ferrari Roma dar. Optisch ist er durch die neuen Akzente deutlich sportlicher und markanter geworden und daher im Vergleich zum Roma in jedem Fall die bessere Wahl. Wenn es jedoch um das echte Ferrari-Feeling geht, gibt es noch erhebliche Luft nach oben. Für längere Reisen empfehlen wir jedoch eindeutig den Portofino oder California T.
